Zwei Ringe. Keine Vorlage.
Wer trägt den Ring - und wer macht den Antrag? Bei uns im Atelier gibt es auf diese Frage keine vorgefertigte Antwort. Das gilt für den Verlobungsring genauso wie später für den Trauring oder, viele Jahre danach, für einen Eternity-Ring: Mehr zu unseren Verlobungsringen und Trauringen finden Sie hier.
Genau das ist für viele gleichgeschlechtliche Paare, die zu uns kommen, der Grund, warum sie sich hier wohler fühlen als in einem klassischen Juweliergeschäft.
Hier ist, worauf es aus unserer Sicht wirklich ankommt - über den ganzen Weg hinweg.
1. Ein Ring braucht keine zugewiesene Rolle
In vielen Geschäften beginnt das Gespräch mit einer Sortierung: hier die Damenringe, dort die Herrenringe. Für zwei Männer oder zwei Frauen, die gemeinsam einen Ring suchen, ergibt diese Aufteilung oft wenig Sinn.
Bei uns fragen wir nicht danach, welche Abteilung zu Ihnen passt. Wir fragen, was zu Ihnen passt - unabhängig davon, wie ein Ring sonst irgendwo einsortiert wäre.
2. Zwei Ringe, eine Geschichte - oder zwei ganz unterschiedliche
Manche Paare wollen bewusst dasselbe Design, nur in unterschiedlicher Größe. Andere wünschen sich zwei Ringe, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber ein gemeinsames Detail teilen - eine Gravur, ein Stein, eine Fassungsart.
Beides ist bei uns gleich viel wert. Es gibt kein "richtiges" Verhältnis zwischen zwei Ringen, die zusammengehören sollen. Es gibt nur die Frage, was für Sie beide stimmt.
3. Wer den Antrag macht, entscheiden Sie - nicht die Tradition
Die klassische Erzählung sieht einen Antragsteller und eine überraschte Person vor. Viele Paare, die zu uns kommen, planen das anders: gemeinsam ausgesucht, gemeinsam entschieden, manchmal ganz ohne klassischen "Antragsmoment".
Wenn Sie trotzdem überraschen möchten, unterstützen wir das genauso diskret wie jedes andere Paar auch - nur eben ohne Annahmen darüber, wer in dieser Geschichte welche Rolle spielt.
4. Kein Formular, keine unpassenden Fragen
Ein gutes Beratungsgespräch braucht keine Fragen wie "Wer von Ihnen ist die Braut?" oder "Wer trägt später den Namen?". Solche Fragen kommen bei uns erst gar nicht vor - nicht, weil wir besonders vorsichtig sind, sondern weil sie für die eigentliche Arbeit ohnehin nicht wichtig sind.
Wichtig ist: Wie leben Sie? Was tragen Sie im Alltag? Woran soll man den Ring in zehn Jahren noch erkennen?
5. Gemeinsam oder getrennt - beides ist möglich
Manche Paare kommen zu zweit ins Atelier und entscheiden alles gemeinsam. Andere möchten den Ring für den Partner oder die Partnerin allein aussuchen und dabei eine Überraschung vorbereiten. Beides funktioniert bei uns gleich gut - wir richten uns nach dem, was für Ihre Beziehung passt, nicht nach einem festen Ablauf.
6. Der Trauring: passend zum Verlobungsring - oder bewusst eigenständig
Der Trauring muss nicht zum Verlobungsring passen, kann es aber. Manche Paare wählen bewusst ein durchgehendes Set von der Verlobung bis zur Hochzeit. Andere trennen die beiden Anlässe bewusst und entscheiden sich für die Trauung noch einmal ganz neu: Unsere Trauringe im Überblick.
Seit 2019 ist die Ehe für alle Paare in Österreich möglich - für viele unserer Kundinnen und Kunden ist der Verlobungsring deshalb heute schon der erste Schritt zu einer Hochzeit, die tatsächlich folgen kann. Wenn Sie möchten, denken wir das von Anfang an mit: Passt die Fassung später zu einem Trauring? Soll es ein aufeinander abgestimmtes Set werden? Das müssen Sie jetzt noch nicht entscheiden - aber es hilft, wenn wir es im Hinterkopf behalten.
7. Eternity-Ring: ein Jahrestag, den Sie selbst bestimmen
Ein Eternity-Ring markiert traditionell ein rundes Ehejubiläum. Für viele unserer Paare zählt aber ein ganz anderes Datum: der erste gemeinsame Tag, das Jahr der standesamtlichen Trauung, der Tag, an dem eine Familie vollständig wurde. Welcher Anlass gefeiert wird, entscheiden Sie - nicht der Kalender: Mehr zu unseren Eternity-Ringen
Ein letzter Gedanke
Ein Ring soll eine Geschichte erzählen - Ihre, nicht die einer Vorlage aus dem Katalog. Ob Verlobung, Hochzeit oder ein späterer Jahrestag: Bei uns entsteht jeder Ring im Gespräch, ohne Annahmen darüber, wie diese Geschichte auszusehen hat.
Bereit für den ersten Schritt?
Besuchen Sie uns auf eine Tasse Kaffee im Atelier. Ganz entspannt, persönlich und diskret.
Atelier Nowak - Hinterbrühl bei Wien (Termine nach Vereinbarung)